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Heinrich Wilhelm Gottfried von Waldeyer-Hartz



mein 2xUr-Großonkel 8. Grades

Anatom

*  Hehlen/Weser (Lkr. Holzminden) 06.10.1836
~  Hehlen/Weser (ev.) 23.10.1836
oo  unbekannt  Emilie Theresia Dillenburger
†   Berlin 23.01.1921

Quellen: wikipedia
Christoph Völker, Paderborn:
Zur Geschichte der Sippe Waldeyer-Dringenberg (1938)


Vater:Johann Gottfried Waldeyer

Mutter:Wilhelmine von Hartz

Geschwister:Friedrich Leonhard August * Abbenburg 17.08.1838 - oo Josephine Kirchhoff - † unbekannt

Friedrich Wilhelm * Abbenburg 07.11.1841 - oo Margaretha Maria Möller - † unbekannt

Kinder:Hedwig

Ilse

Hugo

Gerhard


Biographie:
Getauft in der evangelischen Kirche in Hehlen. Nach Übersiedlung der Eltern nach Abbenburg katholisch erzogen. Bestand im Juli 1856 in Paderborn die Reifeprüfung. Er war der berühmte Anatom der Universität Berlin, Geheimer Obermedizinalrat, Direktor des Ersten Anatomischen Institutes in Berlin, Mitglied des preußischen Herrenhauses, usw. Kaiser Wilhelm II. erhob ihn in den erblichen Adelsstand mit dem Namen "von Waldeyer-Hartz". Den zweiten Teil des Namens hatte er gwünscht zur Erinnerung an die Familie seiner Mutter, die inzwischen im Mannesstamm erloschen war.

Er legte sein Abitur am Gymnasium Theodorianum in Paderborn ab und studierte dann zunächst an der Universität Göttingen Mathematik und Naturwissenschaften. Beeinflusst von Jakob Henle wechselte er zur Medizin. Er beendete sein Studium in Greifswald. Vom Anatomen Karl Bogislav Reichert angezogen, wechselte er nach Berlin. Bei ihm promovierte er 1861 mit einer Arbeit über das Schlüsselbein.
1862 wechselte er an die Universität Königsberg, zwei Jahre später nach Breslau, wo er eine Professur für Pathologie erhielt und sich vorwiegend der Diagnostik von Tumoren widmete. Berühmtester "Patient" war Kaiser Friedrich III., bei dem er Kehlkopfkrebs diagnostizierte.
1872 wechselte Waldeyer als Professor für Anatomie an die Universität Straßburg und kehrte 1883 nach Berlin zurück. Dort widmete er sich vorwiegend der anatomischen Ausbildung. Von 1898 bis 1899 war er Rektor der Friedrich-Wilhelms-Universität Berlin.

Die Liste seiner Arbeiten ist lang und sehr vielseitig. Unter anderem prägte er den Begriff "Neuron" und vermutete darin bereits 1881 die funktionelle Grundeinheit des Nervensystems. 1888 prägte er den Begriff "Chromosom" zur Beschreibung der Strukturen im Zellkern. Schließlich verdanken wir ihm die Beschreibung, funktionelle Deutung und Aufklärung der embryologischen Herkunft des lymphatischen Rachenrings, der noch heute nach ihm benannt ist.