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Maria Figge



meine Tante 5. Grades

*   Willebadessen (Kr. Höxter) 1928
oo  unbekannt  N. Brendel
†   unbekannt

Quellen: KB Willebadessen


Das Kriegsende 1944/45 in Willebadessen - Zeitzeugen, Zeitungen und Bücher berichten
von Willi Sasse und Waldemar Becker

Maria Brendel geb. Figge (geb. 1928): 1944 wurde mit dem Bau der beiden Schutzstollen begonnen. Besonders den Bau des Stollens am Hoppenberg bzw. Griesenberg konnten wir miterleben, weil wir dort in der Nähe wohnten. Uns wurde damals bewusst, dass Willebadessen durch den Eisenbahnviadukt, den die Alliierten zerstören wollten, besonders gefährdet war. Wir sahen auch immer wieder die vielen Menschen, die bei Fliegeralarm wie in einer Prozession an unserem Haus vorbei zum Stollen strömten. Mein Bruder Anton war als Soldat in Russland, und ich verrichtete mein Landjahr beimBauern Linnenberg, Plöss genannt. Der Bauernhof unserer Familie unterhalb des Friedhofes war wegen seiner Lage an der alten Helmernschen Straße beim Einmarsch der Amerikaner sehr gefährdet. Als die Amerikaner dann kamen, habe ich mich mit meinem Vater Josef Figge, meiner Mutter Maria und meiner Schwester Thea im Schutzstollen am Griesenberg aufgehalten. Mein Opa Anton war zu seinem Bruder Franz Figge in die Rosenstraße gegangen. Als wir am Abend des Ostertages nach Hause kamen, war das Haus von Amerikanern besetzt. Ein Amerikaner stand direkt vor unserm Haus. Alle Fensterscheiben unseres Hauses waren kaputt. Die folgende Nacht haben wir dann im Griesenbergstollen verbracht. Somit ist unsere Familie dort drei Tage gewesen.


Vater:Josef Figge

Mutter:Maria Glunz